Jackl

Im Sommer 2006 sah ich mir ein Grundstück im Weinviertel an mit einer befreundeten Ärztin die mit mir einen Hof für in Not geratene Tiere betreiben wollte.
Es war die Mühle in Steinebrunn - leider wurde aus dem Projekt nichts da der 3. im Bunde ein Tierarzt nicht mitziehen wollte. Beim nach Hause fahren kamen wir an einem Grundstück vorbei, das sehr verlassen aussah jedoch Pferdekoppeln hatte - ca. 2 ha groß.
Wir schlugen uns durch's Gebüsch von hinten in den Innenhof als uns auf einmal jemand ansprach was wir da wollen - da entdeckten wir auch zwei Pferde - ein Vollblut und ein Pinto-Verschnitt. Wir erklärten ihm alles und er meinte man könnte mit dem Besitzer dieses Grundstücks reden. Was mir damals gleich auffiel - die Pferde kamen nicht so wie meine auf ihn zu sobald er kam, sondern er war gerade dabei sie über Nacht in den Stall zu bringen - er musste sie hinein treiben.
Die Ärztin hatte wenig Zeit und so begann ich ,mich alleine darum zu kümmern. zwei Monate später zog ich mit damals 35 Pferden, Hasen, Meerschweinchen und Hunden nach Steinebrunn.
Die Bedingung war, dass ich das Gebäude sanierte und die beiden Pferde samt Besitzer kostenfrei bleiben könnten.
Als ich mit den ersten Pferden ankam waren die beiden Pferde im Stall - als ich zur Box ging um sie mir anzusehen blieb das Vollblut stehen kam nach einiger Zeit mit dem Kopf heraus. Der andere hingegen schoss wie ein geölter Blitz in die Ecke in Verteidigungsposition. Der Besitzer erklärte mir manchmal spinnt der eben aber er würde nie etwas tun - ging hinein schnalzte einen Strick auf seinen Hintern und ging nach vorne und zwang ihn zur Tür zu kommen - ich meinte nur, für mich müsse er das nicht machen, und wusste schon, dass ich wachsam sein musste wie er mit meinen Pferden umgehen würde.
Der Besitzer war jedoch fasziniert wie ich mit den Pferden umging und konnte sein Vollblut auch ohne Zaumzeug reiten, weil der soviel Angst hatte, dass er alles willig mitmachte - den Unterschied erkannte er glaub ich nie.
Jackl - der Pinto Mix Wallach- war nur von ihm reitbar, als wir einmal von der Koppel weg reiten wollten, ich saß auf Jackl, rannte er immer nur im Kreis und ließ sich nicht dazu bewegen vorwärts von der Herde weg zu gehen. Der Besitzer setzte sich drauf und drosch mit den offenen Enden der Zügel solange auf ihn ein bis er weiter ging, mir war dann die Lust am Ausreiten vergangen und ich ging zurück mit Jackl.
Nach zwei Jahren war es dann soweit, der Besitzer suchte sich einen anderen Stall, in einer anderen Gegend und schenkte mir Jackl weil er nicht wusste wohin damit - denn umgänglich war er nicht wirklich und berechenbar schon gar nicht.
Heute ist Jackl ein entspanntes Pferd auf dem jeder, auch ohne Erfahrung, ohne Zaumzeug auf einem Reitplatz reiten kann . Er hat Spaß am Spielen und kommt mit freudigem Wiehern zu seinem Reiter wenn er gerufen wird.
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Im Sommer 2006 sah ich mir ein Grundstück im Weinviertel an mit einer befreundeten Ärztin die mit mir einen Hof für in Not geratene Tiere betreiben wollte.
Es war die Mühle in Steinebrunn - leider wurde aus dem Projekt nichts da der 3. im Bunde ein Tierarzt nicht mitziehen wollte. Beim nach Hause fahren kamen wir an einem Grundstück vorbei, das sehr verlassen aussah jedoch Pferdekoppeln hatte - ca. 2 ha groß.
Wir schlugen uns durch's Gebüsch von hinten in den Innenhof als uns auf einmal jemand ansprach was wir da wollen - da entdeckten wir auch zwei Pferde - ein Vollblut und ein Pinto-Verschnitt. Wir erklärten ihm alles und er meinte man könnte mit dem Besitzer dieses Grundstücks reden. Was mir damals gleich auffiel - die Pferde kamen nicht so wie meine auf ihn zu sobald er kam, sondern er war gerade dabei sie über Nacht in den Stall zu bringen - er musste sie hinein treiben.
Die Ärztin hatte wenig Zeit und so begann ich ,mich alleine darum zu kümmern. zwei Monate später zog ich mit damals 35 Pferden, Hasen, Meerschweinchen und Hunden nach Steinebrunn.
Die Bedingung war, dass ich das Gebäude sanierte und die beiden Pferde samt Besitzer kostenfrei bleiben könnten.
Als ich mit den ersten Pferden ankam waren die beiden Pferde im Stall - als ich zur Box ging um sie mir anzusehen blieb das Vollblut stehen kam nach einiger Zeit mit dem Kopf heraus. Der andere hingegen schoss wie ein geölter Blitz in die Ecke in Verteidigungsposition. Der Besitzer erklärte mir manchmal spinnt der eben aber er würde nie etwas tun - ging hinein schnalzte einen Strick auf seinen Hintern und ging nach vorne und zwang ihn zur Tür zu kommen - ich meinte nur, für mich müsse er das nicht machen, und wusste schon, dass ich wachsam sein musste wie er mit meinen Pferden umgehen würde.
Der Besitzer war jedoch fasziniert wie ich mit den Pferden umging und konnte sein Vollblut auch ohne Zaumzeug reiten, weil der soviel Angst hatte, dass er alles willig mitmachte - den Unterschied erkannte er glaub ich nie.
Jackl - der Pinto Mix Wallach- war nur von ihm reitbar, als wir einmal von der Koppel weg reiten wollten, ich saß auf Jackl, rannte er immer nur im Kreis und ließ sich nicht dazu bewegen vorwärts von der Herde weg zu gehen. Der Besitzer setzte sich drauf und drosch mit den offenen Enden der Zügel solange auf ihn ein bis er weiter ging, mir war dann die Lust am Ausreiten vergangen und ich ging zurück mit Jackl.
Nach zwei Jahren war es dann soweit, der Besitzer suchte sich einen anderen Stall, in einer anderen Gegend und schenkte mir Jackl weil er nicht wusste wohin damit - denn umgänglich war er nicht wirklich und berechenbar schon gar nicht.
Heute ist Jackl ein entspanntes Pferd auf dem jeder, auch ohne Erfahrung, ohne Zaumzeug auf einem Reitplatz reiten kann . Er hat Spaß am Spielen und kommt mit freudigem Wiehern zu seinem Reiter wenn er gerufen wird.
