Pie

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Pie

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Ende 2012 bekomme ich ein e-mail von einer deutschen Organisation, die Fohlen aus Frankreich rettet.

Sie wollten wissen, ob ich zwei Appalooser Stutfohlen aus Frankreich holen kann.

Ich habe zurückgeschrieben, dass mir das zu weit ist. Sie schickten mir Fotos, es waren zwei wunderhübsche Tigerschecken - (So wie mein Pumuckel)

Also teilte ich der Organisation mit , sie sollten sich nach jemanden umsehen aber bevor sie sterben müssen würde ich sie holen.

Ich hörte dann nichts mehr bis Ende April 2013. Da kam ein e-mail "entweder holst du sie bis zum 15. Mai ab oder sie kommen leider zum Schlachter - es will sie keiner".

Also fragte ich Sissy ob sie mit mir nach Frankreich fahren würde um diese beiden Jährlinge zu holen.

Wir schnappten uns damals einen Bus und einen Pferdehänger packten Kanister mit Wasser ein , Heu und eine Matratze mit Schlafsäcken für uns - ein paar Energy Drinks und viele Gummibärli um munter zu bleiben.

Eigentlich hatten wir vor eine gemütliche Fahrt nach Frankreich zu machen  - mit vielen Pausen.

Am 12.05. 13 sind wir viel zu spät losgefahren - mussten noch das Eseltrekking organisieren - da wir um 9:00 Uhr am 13.5.14 einen fix Termin in Frankreich hatten 1800 km weit weg - sind wir in einem durchgefahren - also ich - weil für das Gefährt braucht man den entsprechenden Führerschein und Sissy hat mich munter gehalten.

Mit dem Navi und einigen Telefonaten haben wir dann hin gefunden - Keiner von uns sprach französisch - also haben wir uns mit englisch und Händen und Füßen durchgeschlagen .

Wir kamen auf einen Hof, auf dem einige Pferde, in ganz kleinen Boxen, in einem relativ finsteren Stall standen. Ein paar sahen wir auch auf einer Koppel

Da wir warten mussten gingen wir eine Runde über den Hof - in jedem möglichen Verschlag wurde ein Hund gehalten - Keine Ahnung was man mit so vielen Hunden macht.

Endlich kam jemand der uns erklärte die Fohlen würden gebracht werden.

Es kam nach einiger Zeit ein roter Viehtransporter auf den Hof - sie gaben uns zu verstehen, dass wir den Hänger in eine Einfahrt stellen sollten, sie fuhren mit dem Viehtransporter auf die Rampe und stellten seitlich Männer mit Holzplatten auf - wir konnten nur sehr wenig erkennen aber einer der Männer begann die Fohlen mit einer Stange durch die Schlitze des Viehtransporters in unseren Pferdehänger zu treiben - da fiel mir auf das es drei Tiere waren ein brauner Farbschecke - ein Hengst war auch dabei - ca. im gleichen Alter wie die anderen beiden. Ich machte sie darauf aufmerksam das ich nur zwei holen wollte. Sie erklärten mir auf Englisch, dass es kein Problem sei , sie würden den einen wieder zurücktreiben und der würde weiter zum Schlachter fahren.

Der Farbschecke war so süss und sah mich, wie ich mir einbildete, mit flehenden Augen an. Also unterschrieb ich die Papiere für drei Fohlen - zahlte ein bisschen drauf und wir nahmen auch ihn mit. Laut Pass hieß er Dreamer, aber  sie hatten ihn Pie genannt - Farbschecke auf französisch.

Eine der Stuten - Moonlight - ist durch das hinübertreiben gestürzt und lag unter der Querstange vom Pferdehänger. Sissy und ich wollten die kleine Tür aufmachen um sie aufzustellen - bzw wieder hinter die Stange zu bringen - aber die Männer hielten uns davon ab und meinten wir sollen einfach fahren - die kann ja liegen bleiben - da  sie sehr bestimmend waren fuhren wir außer Sichtweite und stellten dort Moonlight wieder hinter die Stange auf ihre Füße.

Die drei waren sehr verschreckt und nahmen zu Anfang nicht einmal Leckerlies oder Karotten an. Wir fuhren einmal bis zum Abend und gaben ihnen immer wieder Wasser und Heu - doch sobald wir stehen blieben fingen sie an mit den Hufen zu scharren und zu schlagen- auch als ich mich einmal für eine Stunde hinlegen wollte, um mich nach der langen Fahrt auszuruhen, es war aber so unruhig im Hänger, dass ich erstens nicht einschlafen konnte und zweitens wir die Angst hatten , dass wir zu viel Aufmerksamkeit erregen würden - also fuhren wir weiter. Nach 50 Stunden Fahrzeit (insgesamt) kamen wir endlich zu Hause an.

Die drei freuten sich endlich aus dem kleinen Pferdehänger raus zu kommen.

Mittlerweile haben sie sich zu wunderschönen Pferden entwickelt, die alle sehr zutraulich geworden sind und gerne mit Ihren Reitern spielen.

Moonlight  hat einen neuen Platz gefunden.
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